Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Jana ist selbstständige Künstlerin und realisiert freie künstlerische Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern. Ihre Schwerpunkte sieht sie im Bereich der performativen Künste, vor allen Dingen im öffentlichen Raum, in interkultureller Vermittlung, in internationaler Kulturarbeit und Kulturarbeit im ländlichen Raum. Sie engagiert sich ehrenamtlich in vielen soziokulturellen sowie politischen Projekten und ist seit 2019 Trainerin für Social Justice & Diversity.

Jana, wie bist du auf deine Tätigkeit gekommen?

Schon vor dem Studium der Kulturarbeit war ich selbstständige Künstlerin. Mittlerweile gehen für mich Kunst und vermittelnde Kulturarbeit Hand in Hand. Dabei bildet der kulturwissenschaftliche Hintergrund die Basis für meine schöpferische Tätigkeit, die immer mit den Menschen selbst, dem Herauskitzeln ihrer eigenen Kreativität und auch Schaffenskraft, sowie der Perspektivenvielfalt zu tun hat. Ich arbeite am Liebsten frei, in diversen Teams und da wo es mich gerade drängt Kunst zu machen.

Wie sieht ein Arbeitstag von Dir aus?

Alltag gibt es bei mir selten. Jeder Tag ist anders, mit verschiedenen Menschen oder Ideen. Derzeit findet viel am Computer statt. So leite ich eine internationale Online-Residenz für Künstler*innen, kuratiere eine Online-Ausstellung, gebe Online- Theaterworkshops, spreche Podcasts ein, halte Online-Vorträge für Träger der kulturellen Bildung oder schreibe fleißig Anträge für Projektförderungen. Dazwischen gehe ich viel raus, in die Stadt, in den Wald – auf künstlerische Forschungsreise – dichte, schreibe, tanze, singe, spiele mit dem, was da ist. Normalerweise gebe ich auch Konzerte oder stehe als Schauspielerin auf der Bühne. Nun, dieses Jahr bleibt mehr Zeit für die künstlerische Forschung.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Die Freiheit, die Abwechslung, die Spontanität, die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die Sinnhaftigkeit, das politische Engagement, die gesellschaftliche Relevanz und drängende Notwendigkeit, das Sichtbarmachen von Perspektiven, das konstruktive Diskutieren, das Empowerment, die Vielfalt, die kreative und künstlerische Power.

Danke Jana, für die spannenden Einblicke in deine Arbeit!

Wer mehr über Jana wissen möchte kann gerne mal auf ihrer Website vorbeischauen: www.janakuehn.de


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf Facebook, Instagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © MIT OST e.V.