Die Kulturarbeit im Fokus der psychischen Gesundheit

Es geht in die nächste Runde! Am Mittwoch, dem 28.April um 18.30 Uhr, findet unsere zweite Online-Veranstaltung zum Thema „Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit“ statt.

Wenn wir über Arbeitsbedingungen in der Kulturarbeit sprechen, fallen oft Begriffe wie Überlastung, Planungsunsicherheit, Perspektivlosigkeit oder das berühmte Kultur-Prekariat.

Und doch gehen Jahr für Jahr zahlreiche Menschen Bedingungen dieser Art ein, um inhaltlich einigermaßen befriedigende Arbeit leisten zu können und dem Traum der Selbstverwirklichung näher zu kommen. Doch um welchen Preis? Und müssen wir diese Strukturen wirklich so hinnehmen?

An diesem Abend werden wir gemeinsam mit der Psychologin Hannah Lesser und der Künstlerin Anna-Kirstine Linke die Kulturarbeit als Arbeitsfeld stärker in den Blick nehmen. Wie wirken sich die genannten Arbeitsverhältnisse auf die Psyche der Beschäftigten aus? Welche Folgen haben Perspektivlosigkeit und Planungsunsicherheit auf das mentale Wohlbefinden? Und welche Initiativen setzen sich für die Sichtbarmachung dieser Probleme ein und treiben eine Veränderung der vorherrschenden Strukturen an?

Diese und viele weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Euch in unserer zweiten Online-Veranstaltung diskutieren und weiterdenken. Die Vortragsrednerinnen Lesser und Linke (er)finden gemeinsam Methoden für ein gutes Miteinander in künstlerischen Prozessen und werden uns an diesem Abend einen Einblick in ihren Arbeitsansatz gewähren.


TEILNAHME:

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt per Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de


Ihr könnt Euch sowohl zum jeweiligen Termin einer Veranstaltung anmelden als auch direkt für die gesamte Reihe. Die einzelnen Termine werden jeweils ein bis zwei Wochen vorher bekannt gegeben.

Alle Vereinsmitglieder können an allen vier Terminen der Veranstaltungsreihe kostenlos teilnehmen.

Alle Nicht-Vereinsmitglieder bitten wir um eine einmalige Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro, um an allen vier Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Vortragsrednerinnen im Rahmen unserer Möglichkeiten fair bezahlen und sind deswegen auf eine kleine Teilnahmegebühr angewiesen. Unser Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, weshalb es bei so einer Veranstaltungsreihe leider nicht ohne Gebühr geht. Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Der Ablauf ist wie folgt: Ihr meldet Euch per Mail bei uns an und wir senden Euch einen Zahlungslink, mit dem ihr die Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro via Paypal bezahlen könnt. War die Zahlung erfolgreich, senden wir Euch zu allen Terminen den Link zur Veranstaltung zu.

Alle, die Nicht-Vereinsmitglieder sind und die Teilnahmegebühr aus finanziellen Gründen nicht zahlen können, können sich sehr gerne dennoch per Mail bei uns anmelden und uns kurz Bescheid geben.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Aylin, Claudia und Miglė

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Elmar ist als Projektmanager beim Performing Arts Festival Berlin tätig und arbeitet parallel dazu als selbstständiger Projektmanager und Produktionsleiter u.a. im Musikfestivalbereich.

Elmar, wie bist Du auf deine Tätigkeit als Projektmanager gekommen?

Die Idee hierzu hatte ich bereits vor dem Studium der Kulturarbeit. Durch ein Praktikum bei einem Theaterfestival in Köln wurde ich erstmals auf den Beruf des Projektmanagers aufmerksam. Das Studium hat mir dann letztendlich nur noch bestätigt, dass ich mich für das Richtige entschieden habe.

Wie sieht ein Arbeitstag als Projektmanager aus?

Dadurch, dass ich gleichzeitig angestellt und selbstständig tätig bin, ist ein Arbeitstag von mir ziemlich zweigeteilt. Beim Performing Arts Festival habe ich eine klare Struktur mit wiederkehrenden Aufgaben, die sich rund um klassische Projektmanagementthemen wie Vertrags- und Vergaberecht, Controlling und ähnlichem drehen. In meiner selbstständigen Arbeit hingegen springe ich von einem Projekt zum nächsten und damit ist mein Aufgabenbereich auch jedes Mal ein anderer. Für mich persönlich ergänzen sich diese unterschiedlichen Anforderungen optimal und lassen meinen Arbeitsalltag nicht langweilig werden.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Zum einem ist es die Herausforderung, die Realität mit den Anforderungen von Verwaltung, Recht und Bürokratie zusammenbringen. Denn so linear, wie die Theorie es vorgibt, läuft es in den wenigsten Fällen ab und dann brauch es kreative Lösungen. In meiner selbstständigen Tätigkeit reizt mich die geforderte Flexibilität und Spontanität, die mir immer wieder auf den verschiedensten Festivals begegnet. Für ein paar Tage ist man in einer vollkommen neuen Welt, die ihr eigenes Uhrwerk besitzt. Man überlegt, plant, setzt um und muss immer wieder auf neu auftauchende Aufgaben und Dinge reagieren. Die Kombination dieser beiden Bereiche macht den Beruf für mich perfekt!

Danke Elmar!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © Luisa Kaiser

LET’S TALK ABOUT SEX… MACHT UND ROLLENBILDER

Unter diesem Titel veranstaltet die Projektgruppe Sex(un)sichtbar vom 24.-28.05.2021 einen Theaterworkshop, der sich mit dem Thema „Sexualität“ auseinandersetzen wird.

Die Teilnehmenden des Workshops werden gemeinsam mit dem Theaterkünstler Hatef Soltani und der Theaterpädagogin Thekla Lanz ein Stück konzipieren, welches mithilfe der pädagogischen Methode “Theater der Unterdrückten“ (Augusto Boal) den Dialog über Lust, Liebe, Körpergefühl und Scham fernab von Heteronormativität anstoßen soll.

Das erarbeitete Theaterstück wird anschließend am 29.05.2021 vor dem Frauenzentrum Potsdam aufgeführt werden.

Weiterführende Informationen zum Projekt und zur Teilnahme findet Ihr hier.

Facetten der Kulturarbeit e.V. unterstützt das Projekt mit seiner Trägerschaft.

Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit

Wie gelingt es, einen Rahmen in der Arbeitswelt der Kultur zu schaffen, in dem auch offen über psychische Gesundheit gesprochen werden kann und sie aktiv geschützt wird?

Was kann ich als Kulturarbeiter*in konkret tun und wie können Kulturbetriebe aktiv werden?

Diesen und vielen anderen Fragen möchten wir in unserer vierteiligen Veranstaltungsreihe Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit nachgehen. Gemeinsam mit unseren Teilnehmenden wollen wir uns Inhalte und Informationen von Expert*innen einholen, um uns mit dem Thema vertraut zu machen und unser Wissen zu erweitern.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Sensibilisierung für das Thema Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit insgesamt sowie die Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit.

Am Mittwoch, den 31.03.2021 um 18.30 Uhr, starten wir mit einer allgemeinen Einführung in das Thema Psychische Gesundheit. Die Durchführung der Veranstaltung wird von unserem Kooperationspartner Mental Health Crowd übernommen.

Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Veranstaltungen findet Ihr am Ende des Beitrags.  

Alle vier Termine werden online stattfinden.


TEILNAHME:

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt per Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de
Ihr könnt Euch sowohl zum jeweiligen Termin einer Veranstaltung anmelden als auch direkt für die gesamte Reihe. Die einzelnen Termine werden jeweils ein bis zwei Wochen vorher bekannt gegeben.

Alle Vereinsmitglieder können an allen vier Terminen der Veranstaltungsreihe kostenlos teilnehmen.

Alle Nicht-Vereinsmitglieder bitten wir um eine einmalige Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro, um an allen vier Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Vortragsrednerinnen im Rahmen unserer Möglichkeiten fair bezahlen und sind deswegen auf eine kleine Teilnahmegebühr angewiesen. Unser Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, weshalb es bei so einer Veranstaltungsreihe leider nicht ohne Gebühr geht. Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Der Ablauf ist wie folgt: Ihr meldet Euch per Mail bei uns an und wir senden Euch einen Zahlungslink, mit dem ihr die Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro via Paypal bezahlen könnt. War die Zahlung erfolgreich, senden wir Euch zu allen Terminen den Link zur Veranstaltung zu.

Alle, die Nicht-Vereinsmitglieder sind und die Teilnahmegebühr aus finanziellen Gründen nicht zahlen können, können sich sehr gerne dennoch per Mail bei uns anmelden und uns kurz Bescheid geben.

Wir freuen uns auf Euch!


Überblick: Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit

1. Mentale… was? – Einführung in den Begriff der psychischen Gesundheit

Was meinen wir, wenn wir über Psychische Gesundheit sprechen? Und welche Rolle spielt dieser Begriff an unserem Arbeitsplatz? Im ersten Teil unserer Reihe möchten wir eine allgemeine Einführung in das Thema psychische Gesundheit geben und klären, durch welche inneren und äußeren Faktoren sie beeinflusst wird. Des Weiteren soll gezeigt werden, in welcher Beziehung unsere alltägliche Erwerbsarbeit zu unserem mentalen Wohlbefinden steht und auch welche Probleme hierdurch entstehen, beispielsweise wenn die natürliche Grenze zwischen Freizeit und Arbeit durch Homeoffice verschwindet.

2. Selbstverwirklichung! Oder doch Selbstausbeutung? –
Die Kulturarbeit im Fokus der psychischen Gesundheit

Permanente Arbeitsüberlastung, prekäre Arbeitsverhältnisse, Planungsunsicherheit und Perspektivlosigkeit. So werden die Arbeitsbedingungen der Kulturbranche von der Autorin Anette Schmidt im Deutschlandfunk Kultur zusammengefasst. In der Tat ist die Kulturarbeit nicht gerade für ihre faire Bezahlung, geschweige denn für ihre geringe Arbeitsbelastung bekannt. Doch viele Beschäftigte gehen jedes Jahr erneut Bedingungen dieser Art ein, um inhaltlich einigermaßen befriedigende Arbeit leisten zu können und dem Traum der Selbstverwirklichung näher zu kommen. Doch um welchen Preis? Im zweiten Teil unserer Veranstaltungsreihe-Reihe soll die Kulturarbeit als Arbeitsfeld stärker in den Blick genommen werden. Wie wirken sich prekäre Arbeitsverhältnisse auf die Psyche der Beschäftigten aus? Welche Langzeitfolgen haben Perspektivlosigkeit und Planungsunsicherheit auf das mentale Wohlbefinden? Gibt es Initiativen, die sich für die Sichtbarmachung dieser Probleme einsetzen?

3. Ein Klima der Offenheit. – Psychische Gesundheit in der Makroperspektive

Was können Projekte, Vereine oder Unternehmen der Kulturarbeit tun, um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern? Wie kann ein Arbeitsklima geschaffen werden, dass das Gespräch über mentales Wohlbefinden und psychische Erkrankungen ermöglicht? Welches Umdenken ist in unser Arbeitsorganisation nötig? Und warum ist es für ein Team oder Unternehmen überhaupt erstrebenswert, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?

Im dritten Teil unserer Reihe möchten wir erörtern, wie die Gestaltung von Arbeitsausaufgaben, Pausen oder der Organisationskultur einen aktiven Beitrag zur psychischen Gesundheit eines jeden Einzelnen beitragen kann. Anhand von praktischen Beispielen und der Vorstellung von erprobten Strategien sollen Wege eines konstruktiven Umgangs mit dem Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz aufgezeigt werden.

4. Signale erkennen, Grenzen setzen, Stress managen – Psychische Gesundheit in der Mikroperspektive

Im letzten Teil unserer Reihe soll es vor allem um die individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen psychischen Wohlbefinden am Arbeitsplatz gehen. Anhand der Vorstellung einzelner Methoden soll die eigene derzeitige psychische Gesundheit betrachtet und analysiert werden. Welche Auslöser, Signale und Verstärker der Überbelastung gibt es? Wie erkenne ich diese? Und was tun, wenn alle Lämpchen rot leuchten? Daran anschließend sollen verschiedene Ansätze zum Umgang mit Stress, Überbelastung und Überforderung aufgezeigt werden. Wie kommuniziere ich meinem Team, dass ich überarbeitet bin? Was tue ich, wenn es auf meiner Arbeit keinen Raum für solche Gespräche gibt? Wie lerne ich Grenzen zu setzen und Aufgaben abzugeben? Und an wen wende ich mich, wenn gar nichts mehr geht?

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Cornelius ist Inspizient an der Stuttgarter Staatsoper seit September 2020.

Cornelius, wie bist Du auf deine Tätigkeit als Inspizient gekommen?

Die erste Berührung mit dem Beruf des Inspizienten hatte ich während meines Auslandssemesters in Palermo. Dort habe ich ein Seminar belegt, welches vom Inspizienten und vom Intendanten des Teatro Massimo veranstaltet wurde. Parallel dazu gab es dann auch die Möglichkeit ein Praktikum in diesem Bereich zu absolvieren, was ich dann auch ausprobiert habe. Darauf folgte eine Hospitanz an der Komischen Oper Berlin und verschiedene Engagements, die ich gegen Ende meines Studiums und danach durchlaufen habe. Schnell war mir klar: Das ist der Beruf, den ich machen möchte. 

Wie sieht ein Arbeitstag als Inspizient aus?

Der Arbeitsalltag eines Inspizienten ist stark davon abhängig, an welchem Opernhaus, Theater oder Ähnlichem man arbeitet. Bei mir läuft es in der Regel so ab, dass ich von Beginn der Proben an bis zur letztendlichen Aufführung, den gesamten Ablauf mit begleite. Man koordiniert die Arbeit der verschiedenen Beteiligten (Darsteller*innen, Techniker*innen, usw.) und stimmt diese aufeinander ab. Gleichzeitig verschafft man sich selbst einen Überblick und erstellt Pläne für das Geschehen auf der Bühne. Als Inspizient übernimmt man die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf der Proben und später dann für die Vorstellungen.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Als Inspizient ist man mitten im Geschehen, ohne selbst auf der Bühne zu sein. Näher kann man der Inszenierung nur als Darsteller*in kommen. Ich genieße es, die verschiedenen Opern nicht nur von einem Büro aus zu organisieren, sondern während des gesamten Prozesses Teil des Ganzen sein zu dürfen. Des Weiteren gefällt mir an meiner Tätigkeit als die zwischenmenschliche und kreative Komponente. Man dient als Vermittler zwischen z.B. der Bühne und Regie, stößt Kompromisse an und hilft dabei, szenische Probleme zu lösen oder neue Ideen zu entwickeln. Diese Vielschichtigkeit ist das, was den Beruf so interessant macht.

Danke Cornelius, für die interessanten Einblicke in deine Arbeit!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © Jan Windszus

SUB.TEXTE beendet Crowdfunding erfolgreich!

3.070 Euro. So viel hat die Projektgruppe SUB.TEXTE mit ihrer Crowdfunding Kampagne eingenommen. Die Gruppe kann somit ihren geplanten Dokumentarfilm realisieren und das involvierte Filmteam fair entlohnen. Wir gratulieren herzlichst zu diesem großartigen Erfolg! Wer keine Neuigkeiten vom Projekt verpassen möchte, folgt SUB.TEXTE am besten auf Facebook oder Instagram

Das Projekt SUB.TEXTE wird vom Verein Facetten der Kulturarbeit e.V. getragen.

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Jana ist selbstständige Künstlerin und realisiert freie künstlerische Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern. Ihre Schwerpunkte sieht sie im Bereich der performativen Künste, vor allen Dingen im öffentlichen Raum, in interkultureller Vermittlung, in internationaler Kulturarbeit und Kulturarbeit im ländlichen Raum. Sie engagiert sich ehrenamtlich in vielen soziokulturellen sowie politischen Projekten und ist seit 2019 Trainerin für Social Justice & Diversity.

Jana, wie bist du auf deine Tätigkeit gekommen?

Schon vor dem Studium der Kulturarbeit war ich selbstständige Künstlerin. Mittlerweile gehen für mich Kunst und vermittelnde Kulturarbeit Hand in Hand. Dabei bildet der kulturwissenschaftliche Hintergrund die Basis für meine schöpferische Tätigkeit, die immer mit den Menschen selbst, dem Herauskitzeln ihrer eigenen Kreativität und auch Schaffenskraft, sowie der Perspektivenvielfalt zu tun hat. Ich arbeite am Liebsten frei, in diversen Teams und da wo es mich gerade drängt Kunst zu machen.

Wie sieht ein Arbeitstag von Dir aus?

Alltag gibt es bei mir selten. Jeder Tag ist anders, mit verschiedenen Menschen oder Ideen. Derzeit findet viel am Computer statt. So leite ich eine internationale Online-Residenz für Künstler*innen, kuratiere eine Online-Ausstellung, gebe Online- Theaterworkshops, spreche Podcasts ein, halte Online-Vorträge für Träger der kulturellen Bildung oder schreibe fleißig Anträge für Projektförderungen. Dazwischen gehe ich viel raus, in die Stadt, in den Wald – auf künstlerische Forschungsreise – dichte, schreibe, tanze, singe, spiele mit dem, was da ist. Normalerweise gebe ich auch Konzerte oder stehe als Schauspielerin auf der Bühne. Nun, dieses Jahr bleibt mehr Zeit für die künstlerische Forschung.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Die Freiheit, die Abwechslung, die Spontanität, die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die Sinnhaftigkeit, das politische Engagement, die gesellschaftliche Relevanz und drängende Notwendigkeit, das Sichtbarmachen von Perspektiven, das konstruktive Diskutieren, das Empowerment, die Vielfalt, die kreative und künstlerische Power.

Danke Jana, für die spannenden Einblicke in deine Arbeit!

Wer mehr über Jana wissen möchte kann gerne mal auf ihrer Website vorbeischauen: www.janakuehn.de


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf Facebook, Instagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © MIT OST e.V.

Webinar: No-Budget Social Media Marketing

Wie kann ich durch Facebook und co. bestmöglich auf meine Veranstaltungen oder Projekte aufmerksam machen, ohne großes Budget zur Verfügung zu haben? Welche Tools und Tipps gibt es? Und wie erreiche ich erfolgreich meine Zielgruppe?  

Am 04. und 25. Februar möchten wir im kostenlosen Webinar No-Budget Social Media Marketing genau diesen Fragen auf den Grund gehen. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Initiative Kulturkommunikation stellen wir Euch im Rahmen des Webinars verschiedene Strategien und Methoden vor, die Euch in eurer Social Media Arbeit unterstützen sollen. Gleichzeitig wird es am Ende jedes Webinars die Möglichkeit geben, konkrete Fragen aus eurer Vereins-oder Projektarbeit oder Ähnlichem mit einzubringen.

Beide Veranstaltungen werden eine Dauer von einer Stunde haben und beinhalten einen 40-minütigen Vortrag, welcher von Martin Juhls von der Initiative Kulturkommunikation gehalten werden wird. Daran anschließend wird es die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren. Das erste Webinar findet am 04.Februar, um 17 Uhr statt und wird sich nach einer allgemeinen Einführung insbesondere mit der Plattform Facebook beschäftigen.
Das zweite Webinar am 25. Februar (ebenfalls um 17 Uhr) wird die Plattform Instagram aufgreifen und abschließend beide Plattformen miteinander vergleichen.

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt via Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de

SUB.TEXTE STARTET CROWDFUNDING KAMPAGNE !

Das Projekt „SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume“ besteht aus neun Student*innen der Fachhochschule Potsdam des Studiengangs Kulturarbeit. Es beleuchtet einen Teil der Potsdamer Stadtgeschichte, der vor den historischen Kulissen der Stadt Potsdam oft nicht sichtbar ist. Die Landeshauptstadt hat eine sehr ausgeprägte subkulturelle Szene, die vielen Menschen, sowohl Potsdamer*innen, als auch Tourist*innen häufig nicht bewusst ist.  Diese Woche ist die Crowdfunding Kampagne des Projekts auf Startnext.com gestartet und freut sich ab sofort über jede mögliche Unterstützung!

https://www.startnext.com/subtexte-kampf-um-freiraeume

Im Folgenden stellt die Projektgruppe ihr Vorhaben, sowie ihre Partner genauer vor:

Um zu zeigen, wie vielfältig die Kulturlandschaft Potsdams jedoch ist, möchten wir einen Dokumentarfilm über subkulturelle Projekte und Initiativen, die aus den Hausbesetzungen der 1990er-Jahre entstanden sind, drehen. Der Film zeigt, unter welchen Bedingungen sich die Projekte entwickelt haben, welche kulturellen Zentren und kreativen Räume daraus hervorgegangen sind und welche Wünsche, Ziele und Bedürfnisse die Szene heute prägen. Der Film soll dabei ein breites Meinungsspektrum abdecken. Daher werden nicht nur Vertreter*innen der subkulturellen Projekte und Initiativen zu Wort kommen, sondern beispielsweise auch Vertreter*innen der Stadt. 

Einige Vereine begleiten uns im Verlauf unseres Projektes. Es unterstützt uns der mit Projektarbeit vertraute Kooperationspartner „Facetten der Kulturarbeit e.V.“ in der Organisation und Umsetzung unserer Projektziele. Für die geschichtliche Aufarbeitung stellt uns der politisch engagierte Verein „HochVier“ Informationsmaterialien zur Verfügung. In der nötigen Reichweite und Organisation unserer Filmpremiere ist uns das Team zur Förderung der Kulturschaffenden des Rechenzentrums, der „Freundlich Übernahme Rechenzentum e.V.“, behilflich. 

Um den technischen Bedingungen des Projektes gerecht zu werden, kooperieren wir mit drei Student*innen des School of Audio Engineering (SAE) Institutes Berlin. Sie werden Dreh und Schnitt des Films betreuen. Der Film wird letztendlich in einer öffentlichen Premiere kostenlos gezeigt. Im Anschluss folgt eine Diskussionsrunde mit Protagonist*innen des Films und dem Publikum. Nach Abschluss des Projekts ist der Film weiterhin online kostenlos abrufbar.  

Damit ein Großteil des Dokumentarfilms finanziell abgedeckt ist, starten wir eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext.com welche jetzt online ist. Da jeder Cent die Durchführung des Projekts sichert, freuen wir uns über jede Spende!  

https://www.startnext.com/subtexte-kampf-um-freiraeume

Beitragsbild ©SUB.TEXTE

Facetten Winterfeier

Die Facetten Winterfeier steht vor der Tür!

Am Mittwoch, dem 09. Dezember, möchten wir mit Euch gemeinsam das Jahr 2020 mit viel Entspannung und Glühwein ausklingen lassen. Um 17.00 Uhr erwartet Euch eine einstündige, kostenlose Online – Yogasession zu den Themen Ruhe und Achtsamkeit. Daran anschließend möchten wir mit Euch gemeinsam über Zoom zusammenkommen und mit einer heißen Tasse Glühwein, das alte Jahr Revue passieren lassen und das Neue begrüßen! Nachdem es dieses Jahr sehr viele Veränderungen und kräftezerrende Momente gab, möchten wir Euch die Möglichkeit geben, entspannt und erholt ins neue Jahr zu starten.

Der Kurs ist sowohl für totale Anfänger, als auch für die fortgeschrittenen Yogaprofis unter Euch geeignet. Ihr braucht lediglich eine bequeme, rutschfeste Unterlage, sowie ein Kissen oder eine Decke für die Übungen. Die Yogastunde wird in leichter englischer Sprache durchgeführt werden. Alle, die das Gefühl haben, dass ihre Englischkenntnisse etwas eingerostet sind, können den Kurs ebenfalls problemlos besuchen. 

Giulia del Balzi wird uns an diesem Abend durch die Yogaübungen führen und uns etwas zu den oben genannten Themen erzählen. Sie ist professionell ausgebildete Tänzerin, die seit 2019 ebenfalls Yogakurse gibt. Ihre Yogaübungen sind vom Tanz inspiriert und stellen eine Symbiose aus bewusster Atmung und kreativen Bewegungen dar.
Mehr Infos über Giulia findet Ihr hier.

Also: Wenn Ihr Lust habt auf Yoga und Glühwein, dann schreibt uns einfach eine kurze Anmeldungsmail an vorstand@facettenderkulturarbeit.de

Wir freuen uns auf Euch!

Aylin, Claudia und Miglė