Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Nora ist seit Juli 2020 in der Leitung des „Heidehaus Babelsberg“ tätig, welches den Anwohner*innen als Zentrum und Ort der Begegnung im Stadtteil Babelsberg dient.

Nora, wie bist du auf deine Tätigkeit gekommen?

Dass ich heute das Heidehaus in Babelsberg leite, hat vor allem mit meiner starken Vernetzung innerhalb der Kulturszene in Potsdam zu tun. Angefangen hat alles mit meinem Projekt während des Kulturarbeitsstudiums. Damals habe ich ein Graffitifestival in Potsdam organisiert, wodurch ich mit den verschiedensten Menschen der Potsdamer Kulturarbeit in Kontakt gekommen bin. Das ist nun 10 Jahre her und ich merke bis heute, wie wichtig und weiterbringend die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Kulturschaffenden für die eigene Entwicklung ist. Durch meine Vernetzung und Arbeit in der Potsdamer Kulturszene konnte ich über die Jahre auf mich aufmerksam machen und wurde somit letztendlich direkt für die Leitung des Heidehaus angefragt.

Wie sieht dein Arbeitsalltag momentan aus?

Meine Arbeit im Heidehaus ist in allen Punkten einzigartig. Gemeinsam mit einer weiteren Kollegin übernehmen wir alle Aufgaben, die mit dem Heidehaus zu tun haben. Und das kann manchmal sowohl ein Erlebnis, als auch eine Herausforderung sein. Wir sind für die gesamte Instanthaltung des Hauses zuständig, jegliche Administration und Planung liegt bei uns sowie die Verwaltung der Finanzen und der Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig haben wir dadurch aber auch die Möglichkeit etwas komplett Neues aufzubauen, was vorher so noch nicht dagewesen ist. Wir konzipieren Veranstaltungen und überlegen uns Formate, welche die Nachbar*innenschaft dazu einladen, dieses Haus als ihren Raum zu betrachten und zu füllen. Wir möchten ein Haus für die Bedürfnisse, sowie Wünsche der Anwohner*innen schaffen und dafür müssen wir natürlich in den Dialog mit ihnen treten. Gerade letzteres ist eine Aufgabe, die sehr inspirierend ist und Spaß macht.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Das tolle an meiner Arbeit ist, dass ich den Raum und die Möglichkeit erhalten habe etwas von Grund auf neu aufzubauen und zu gestalten. Es gibt noch keine festgelegten Strukturen und das heißt, dass ich das Grundgerüst für dieses Begegnungszentrum schaffen darf. Viele meiner Ideen und Ansichten fließen in die Gestaltung dieses Hauses ein. Die Mischung meiner Arbeit aus koordinativer, administrativer und sozialer Tätigkeit macht diese für mich besonders interessant. Da das Heidehaus im Juli 2020 eröffnet wurde, das heißt mitten in der Pandemie, haben wir leider noch keinen großen Kontakt zur Nachbar*innenschaft selbst. Deshalb freue ich mich schon sehr darauf, stärker in den Austausch mit den Anwohner*innen hier zu treten und gemeinsam mit ihnen das Heidehaus zu beleben.

Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?

Ich möchte alle Potsdamer*innen und vor allem Babelsberger*innen dazu einladen ihre Ideen und Wünsche, was mit und im Heidehaus passieren soll, mit uns zu teilen! Nur mit den Menschen, die hier wohnen und mit deren Beteiligung, sowie Einfallsreichtum wird dieses Haus geschaffen und mit Leben gefüllt. Deshalb meldet Euch liebend gern bei uns, teilt diesen Beitrag oder schaut doch mal auf unserer Website vorbei. Ich würde mich sehr freuen!

Danke Nora!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Psychische Gesundheit in der Mikroperspektive

Signale erkennen, Grenzen setzen, Stress managen. Klingt doch eigentlich ganz simpel, oder? Und dennoch fällt der Umgang mit Stress meist schwer und wird gerade im Arbeitsleben oft zur Herausforderung.

Am Mittwoch, dem 26. Mai um 18.30 Uhr, möchten wir uns deswegen in unserer dritten und vorletzten Online-Veranstaltung der Reihe „Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit“ intensiv mit der individuellen Perspektive auf das Thema Stress am Arbeitsplatz auseinandersetzen.

Was ist Stress überhaupt und wie entsteht er?  Was sind typische Stressfaktoren in der Krise und in der Kreativbranche? Welche Strategien und psychologischen Methoden zur Prävention und Intervention gibt es?

Dipl.-Psych. Anne Löhr vom MiM-Verband (Mental Health in Music) wird uns an diesem Abend in einem 60-minütigen Impulsvortrag psychologisches Grundwissen zum Thema Stress und damit zusammenhängenden psychischen Belastungen vermitteln. Es wird darum gehen Stressfaktoren sowie Stadien der Stressverarbeitung zu identifizieren und Strategien der Prävention und Intervention zu erarbeiten. Im Anschluss wird es eine 30-minütige Frage-und Diskussionsrunde geben.


TEILNAHME:

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt per Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de


Ihr könnt Euch sowohl zum jeweiligen Termin einer Veranstaltung anmelden als auch direkt für die gesamte Reihe. Die einzelnen Termine werden jeweils ein bis zwei Wochen vorher bekannt gegeben.

Alle Vereinsmitglieder können an allen vier Terminen der Veranstaltungsreihe kostenlos teilnehmen.

Alle Nicht-Vereinsmitglieder bitten wir um eine einmalige Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro, um an allen vier Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Vortragsrednerinnen im Rahmen unserer Möglichkeiten fair bezahlen und sind deswegen auf eine kleine Teilnahmegebühr angewiesen. Unser Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, weshalb es bei so einer Veranstaltungsreihe leider nicht ohne Gebühr geht. Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Der Ablauf ist wie folgt: Ihr meldet Euch per Mail bei uns an und wir senden Euch einen Zahlungslink, mit dem ihr die Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro via Paypal bezahlen könnt. War die Zahlung erfolgreich, senden wir Euch zu allen Terminen den Link zur Veranstaltung zu.

Alle, die Nicht-Vereinsmitglieder sind und die Teilnahmegebühr aus finanziellen Gründen nicht zahlen können, können sich sehr gerne dennoch per Mail bei uns anmelden und uns kurz Bescheid geben.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Aylin, Claudia und Miglė

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Antonia ist im NaiMo (Nachbarschaftstreff im Moselviertel) in Weißensee für den Frei-Zeit-Haus e.V. in der Gemeinwesenarbeit tätig und absolviert parallel dazu ihr zweites Studium im Online-Studiengang Soziale Arbeit.

Antonia, wie bist Du auf die Gemeinwesenarbeit gekommen?

Ich war zunächst in der Kulturwissenschaft tätig, doch meine Tätigkeit in dem Bereich erfüllte mich nicht so und ließ sich auch nur schwer mit meiner Familie vereinbaren. Aus diesem Impuls heraus orientierte ich mich in Richtung Soziokultur und baute, gemeinsam mit anderen Motivierten, dieKulturMarktHalle auf. Das ist ein transkultureller Ort für Kunst, Kultur, Arbeit und Leben in Berlin. Der Verein setzt sich für eine lebendige, sich unterstützende Nachbarschaft ein und gibt sowohl den alteingesessenen Anwohner*innen als auch den neuzugezogenen Raum zur eigenen, aktiven Gestaltung ihrer Umwelt. Über meine Tätigkeit dort habe ich dann entschieden Soziale Arbeit zu studieren – was mir beruflich viele neue Möglichkeiten eröffnet. Mittlerweile bin ich im Bereich der Stadtteilarbeit in Weißensee für den Frei-Zeit-Haus e.V. aktiv.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Dir aus?

Den gibt es zurzeit nicht. Ich bin gerade dabei gemeinsam mit zwei Kolleginnen einen Nachbarschaftstreff in einem sehr spannenden, inklusiven Quartier (Quartier WIR) aufzubauen. In Bezug auf meine Arbeit damals in der KulturMarktHalle bestand mein Arbeitsalltag vor allem aus der Projektkoordination. Darüber hinaus war ich zuständig für die Fördermittelakquise und für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die essentiell für das Projekt, aber auch ganz grundsätzlich wichtig in der Gemeinwesenarbeit sind. Zudem habe ich dort die Gründung einer Offenen Werkstatt vorangetrieben und mehrere Upcycling und Urban Gardening Projekte geleitet.

Was findest Du an der Gemeinwesenarbeit besonders interessant?

Die Theorie, die ich im Laufe meiner Ausbildung lerne oder gelernt habe, praktisch ausprobieren und anwenden zu können. Gerade die Projektarbeit macht sich in diesem Punkt bezahlbar, da es immer wieder sehr stark um die Wirkung und Zielerreichung von Projekten geht. Mich motiviert die Gemeinwesenarbeit zudem immer wieder aufs Neue, da ich die Effekte meiner Arbeit so konkret miterleben kann: Wir bringen Menschen zusammen, schaffen Verbindungen und ermutigen zur aktiven Mitgestaltung. Dabei können wir die Entwicklung, die Menschen, Projekte oder Initiativen durchlaufen, direkt verfolgen und unterstützen. Die Schnittstelle von Kultur und Sozialer Arbeit und die Möglichkeit, mich in meinem Beruf für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen zu können, macht dieses Arbeitsfeld für mich so wichtig und besonders.

Danke Antonia!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © Johanna Paliege

Die Kulturarbeit im Fokus der psychischen Gesundheit

Es geht in die nächste Runde! Am Mittwoch, dem 28.April um 18.30 Uhr, findet unsere zweite Online-Veranstaltung zum Thema „Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit“ statt.

Wenn wir über Arbeitsbedingungen in der Kulturarbeit sprechen, fallen oft Begriffe wie Überlastung, Planungsunsicherheit, Perspektivlosigkeit oder das berühmte Kultur-Prekariat.

Und doch gehen Jahr für Jahr zahlreiche Menschen Bedingungen dieser Art ein, um inhaltlich einigermaßen befriedigende Arbeit leisten zu können und dem Traum der Selbstverwirklichung näher zu kommen. Doch um welchen Preis? Und müssen wir diese Strukturen wirklich so hinnehmen?

An diesem Abend werden wir gemeinsam mit der Psychologin Hannah Lesser und der Künstlerin Anna-Kirstine Linke die Kulturarbeit als Arbeitsfeld stärker in den Blick nehmen. Wie wirken sich die genannten Arbeitsverhältnisse auf die Psyche der Beschäftigten aus? Welche Folgen haben Perspektivlosigkeit und Planungsunsicherheit auf das mentale Wohlbefinden? Und welche Initiativen setzen sich für die Sichtbarmachung dieser Probleme ein und treiben eine Veränderung der vorherrschenden Strukturen an?

Diese und viele weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Euch in unserer zweiten Online-Veranstaltung diskutieren und weiterdenken. Die Vortragsrednerinnen Lesser und Linke (er)finden gemeinsam Methoden für ein gutes Miteinander in künstlerischen Prozessen und werden uns an diesem Abend einen Einblick in ihren Arbeitsansatz gewähren.


TEILNAHME:

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt per Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de


Ihr könnt Euch sowohl zum jeweiligen Termin einer Veranstaltung anmelden als auch direkt für die gesamte Reihe. Die einzelnen Termine werden jeweils ein bis zwei Wochen vorher bekannt gegeben.

Alle Vereinsmitglieder können an allen vier Terminen der Veranstaltungsreihe kostenlos teilnehmen.

Alle Nicht-Vereinsmitglieder bitten wir um eine einmalige Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro, um an allen vier Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Vortragsrednerinnen im Rahmen unserer Möglichkeiten fair bezahlen und sind deswegen auf eine kleine Teilnahmegebühr angewiesen. Unser Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, weshalb es bei so einer Veranstaltungsreihe leider nicht ohne Gebühr geht. Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Der Ablauf ist wie folgt: Ihr meldet Euch per Mail bei uns an und wir senden Euch einen Zahlungslink, mit dem ihr die Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro via Paypal bezahlen könnt. War die Zahlung erfolgreich, senden wir Euch zu allen Terminen den Link zur Veranstaltung zu.

Alle, die Nicht-Vereinsmitglieder sind und die Teilnahmegebühr aus finanziellen Gründen nicht zahlen können, können sich sehr gerne dennoch per Mail bei uns anmelden und uns kurz Bescheid geben.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Aylin, Claudia und Miglė

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Elmar ist als Projektmanager beim Performing Arts Festival Berlin tätig und arbeitet parallel dazu als selbstständiger Projektmanager und Produktionsleiter u.a. im Musikfestivalbereich.

Elmar, wie bist Du auf deine Tätigkeit als Projektmanager gekommen?

Die Idee hierzu hatte ich bereits vor dem Studium der Kulturarbeit. Durch ein Praktikum bei einem Theaterfestival in Köln wurde ich erstmals auf den Beruf des Projektmanagers aufmerksam. Das Studium hat mir dann letztendlich nur noch bestätigt, dass ich mich für das Richtige entschieden habe.

Wie sieht ein Arbeitstag als Projektmanager aus?

Dadurch, dass ich gleichzeitig angestellt und selbstständig tätig bin, ist ein Arbeitstag von mir ziemlich zweigeteilt. Beim Performing Arts Festival habe ich eine klare Struktur mit wiederkehrenden Aufgaben, die sich rund um klassische Projektmanagementthemen wie Vertrags- und Vergaberecht, Controlling und ähnlichem drehen. In meiner selbstständigen Arbeit hingegen springe ich von einem Projekt zum nächsten und damit ist mein Aufgabenbereich auch jedes Mal ein anderer. Für mich persönlich ergänzen sich diese unterschiedlichen Anforderungen optimal und lassen meinen Arbeitsalltag nicht langweilig werden.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Zum einem ist es die Herausforderung, die Realität mit den Anforderungen von Verwaltung, Recht und Bürokratie zusammenbringen. Denn so linear, wie die Theorie es vorgibt, läuft es in den wenigsten Fällen ab und dann brauch es kreative Lösungen. In meiner selbstständigen Tätigkeit reizt mich die geforderte Flexibilität und Spontanität, die mir immer wieder auf den verschiedensten Festivals begegnet. Für ein paar Tage ist man in einer vollkommen neuen Welt, die ihr eigenes Uhrwerk besitzt. Man überlegt, plant, setzt um und muss immer wieder auf neu auftauchende Aufgaben und Dinge reagieren. Die Kombination dieser beiden Bereiche macht den Beruf für mich perfekt!

Danke Elmar!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © Luisa Kaiser

LET’S TALK ABOUT SEX… MACHT UND ROLLENBILDER

Unter diesem Titel veranstaltet die Projektgruppe Sex(un)sichtbar vom 24.-28.05.2021 einen Theaterworkshop, der sich mit dem Thema „Sexualität“ auseinandersetzen wird.

Die Teilnehmenden des Workshops werden gemeinsam mit dem Theaterkünstler Hatef Soltani und der Theaterpädagogin Thekla Lanz ein Stück konzipieren, welches mithilfe der pädagogischen Methode “Theater der Unterdrückten“ (Augusto Boal) den Dialog über Lust, Liebe, Körpergefühl und Scham fernab von Heteronormativität anstoßen soll.

Das erarbeitete Theaterstück wird anschließend am 29.05.2021 vor dem Frauenzentrum Potsdam aufgeführt werden.

Weiterführende Informationen zum Projekt und zur Teilnahme findet Ihr hier.

Facetten der Kulturarbeit e.V. unterstützt das Projekt mit seiner Trägerschaft.

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Cornelius ist Inspizient an der Stuttgarter Staatsoper seit September 2020.

Cornelius, wie bist Du auf deine Tätigkeit als Inspizient gekommen?

Die erste Berührung mit dem Beruf des Inspizienten hatte ich während meines Auslandssemesters in Palermo. Dort habe ich ein Seminar belegt, welches vom Inspizienten und vom Intendanten des Teatro Massimo veranstaltet wurde. Parallel dazu gab es dann auch die Möglichkeit ein Praktikum in diesem Bereich zu absolvieren, was ich dann auch ausprobiert habe. Darauf folgte eine Hospitanz an der Komischen Oper Berlin und verschiedene Engagements, die ich gegen Ende meines Studiums und danach durchlaufen habe. Schnell war mir klar: Das ist der Beruf, den ich machen möchte. 

Wie sieht ein Arbeitstag als Inspizient aus?

Der Arbeitsalltag eines Inspizienten ist stark davon abhängig, an welchem Opernhaus, Theater oder Ähnlichem man arbeitet. Bei mir läuft es in der Regel so ab, dass ich von Beginn der Proben an bis zur letztendlichen Aufführung, den gesamten Ablauf mit begleite. Man koordiniert die Arbeit der verschiedenen Beteiligten (Darsteller*innen, Techniker*innen, usw.) und stimmt diese aufeinander ab. Gleichzeitig verschafft man sich selbst einen Überblick und erstellt Pläne für das Geschehen auf der Bühne. Als Inspizient übernimmt man die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf der Proben und später dann für die Vorstellungen.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Als Inspizient ist man mitten im Geschehen, ohne selbst auf der Bühne zu sein. Näher kann man der Inszenierung nur als Darsteller*in kommen. Ich genieße es, die verschiedenen Opern nicht nur von einem Büro aus zu organisieren, sondern während des gesamten Prozesses Teil des Ganzen sein zu dürfen. Des Weiteren gefällt mir an meiner Tätigkeit als die zwischenmenschliche und kreative Komponente. Man dient als Vermittler zwischen z.B. der Bühne und Regie, stößt Kompromisse an und hilft dabei, szenische Probleme zu lösen oder neue Ideen zu entwickeln. Diese Vielschichtigkeit ist das, was den Beruf so interessant macht.

Danke Cornelius, für die interessanten Einblicke in deine Arbeit!


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf FacebookInstagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © Jan Windszus

SUB.TEXTE beendet Crowdfunding erfolgreich!

3.070 Euro. So viel hat die Projektgruppe SUB.TEXTE mit ihrer Crowdfunding Kampagne eingenommen. Die Gruppe kann somit ihren geplanten Dokumentarfilm realisieren und das involvierte Filmteam fair entlohnen. Wir gratulieren herzlichst zu diesem großartigen Erfolg! Wer keine Neuigkeiten vom Projekt verpassen möchte, folgt SUB.TEXTE am besten auf Facebook oder Instagram

Das Projekt SUB.TEXTE wird vom Verein Facetten der Kulturarbeit e.V. getragen.

Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor

Jana ist selbstständige Künstlerin und realisiert freie künstlerische Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern. Ihre Schwerpunkte sieht sie im Bereich der performativen Künste, vor allen Dingen im öffentlichen Raum, in interkultureller Vermittlung, in internationaler Kulturarbeit und Kulturarbeit im ländlichen Raum. Sie engagiert sich ehrenamtlich in vielen soziokulturellen sowie politischen Projekten und ist seit 2019 Trainerin für Social Justice & Diversity.

Jana, wie bist du auf deine Tätigkeit gekommen?

Schon vor dem Studium der Kulturarbeit war ich selbstständige Künstlerin. Mittlerweile gehen für mich Kunst und vermittelnde Kulturarbeit Hand in Hand. Dabei bildet der kulturwissenschaftliche Hintergrund die Basis für meine schöpferische Tätigkeit, die immer mit den Menschen selbst, dem Herauskitzeln ihrer eigenen Kreativität und auch Schaffenskraft, sowie der Perspektivenvielfalt zu tun hat. Ich arbeite am Liebsten frei, in diversen Teams und da wo es mich gerade drängt Kunst zu machen.

Wie sieht ein Arbeitstag von Dir aus?

Alltag gibt es bei mir selten. Jeder Tag ist anders, mit verschiedenen Menschen oder Ideen. Derzeit findet viel am Computer statt. So leite ich eine internationale Online-Residenz für Künstler*innen, kuratiere eine Online-Ausstellung, gebe Online- Theaterworkshops, spreche Podcasts ein, halte Online-Vorträge für Träger der kulturellen Bildung oder schreibe fleißig Anträge für Projektförderungen. Dazwischen gehe ich viel raus, in die Stadt, in den Wald – auf künstlerische Forschungsreise – dichte, schreibe, tanze, singe, spiele mit dem, was da ist. Normalerweise gebe ich auch Konzerte oder stehe als Schauspielerin auf der Bühne. Nun, dieses Jahr bleibt mehr Zeit für die künstlerische Forschung.

Was findest Du an deiner Arbeit besonders interessant?

Die Freiheit, die Abwechslung, die Spontanität, die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die Sinnhaftigkeit, das politische Engagement, die gesellschaftliche Relevanz und drängende Notwendigkeit, das Sichtbarmachen von Perspektiven, das konstruktive Diskutieren, das Empowerment, die Vielfalt, die kreative und künstlerische Power.

Danke Jana, für die spannenden Einblicke in deine Arbeit!

Wer mehr über Jana wissen möchte kann gerne mal auf ihrer Website vorbeischauen: www.janakuehn.de


Was machen unsere Kulturarbeiter*innen eigentlich, wenn sie das Studium absolviert haben und die FH verlassen? Welche Berufe nehmen sie auf und wohin verschlägt es sie? Antworten hierauf findet Ihr ab sofort in unserer neuen Porträtreihe „Kulturarbeitstiere – Kulturarbeiter*innen stellen sich vor“. In unserer monatlich erscheinenden Reihe werden wir verschiedene Alumni aus unserem Verein vorstellen und Euch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewähren. Die Porträts werden auf Facebook, Instagram und auf unserer Website zu sehen sein.

Foto: © MIT OST e.V.

Webinar: No-Budget Social Media Marketing

Wie kann ich durch Facebook und co. bestmöglich auf meine Veranstaltungen oder Projekte aufmerksam machen, ohne großes Budget zur Verfügung zu haben? Welche Tools und Tipps gibt es? Und wie erreiche ich erfolgreich meine Zielgruppe?  

Am 04. und 25. Februar möchten wir im kostenlosen Webinar No-Budget Social Media Marketing genau diesen Fragen auf den Grund gehen. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Initiative Kulturkommunikation stellen wir Euch im Rahmen des Webinars verschiedene Strategien und Methoden vor, die Euch in eurer Social Media Arbeit unterstützen sollen. Gleichzeitig wird es am Ende jedes Webinars die Möglichkeit geben, konkrete Fragen aus eurer Vereins-oder Projektarbeit oder Ähnlichem mit einzubringen.

Beide Veranstaltungen werden eine Dauer von einer Stunde haben und beinhalten einen 40-minütigen Vortrag, welcher von Martin Juhls von der Initiative Kulturkommunikation gehalten werden wird. Daran anschließend wird es die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren. Das erste Webinar findet am 04.Februar, um 17 Uhr statt und wird sich nach einer allgemeinen Einführung insbesondere mit der Plattform Facebook beschäftigen.
Das zweite Webinar am 25. Februar (ebenfalls um 17 Uhr) wird die Plattform Instagram aufgreifen und abschließend beide Plattformen miteinander vergleichen.

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt via Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de