Dreierlei Begegnung in heißer Projektphase

In den letzten Wochen haben wir an dem Festivalprogramm für den 25.-27. Mai 2018 gearbeitet und konnten Künstler*innen, wie beispielsweise das Trio „Ohne Zusätze“ und die Autorin Regina Scheer für einen Auftritt bei uns gewinnen. Wir freuen uns auch sehr, dass die Ausstellung „Flucht Gestern und Heute“ für das Wochenende in Kremmen gezeigt wird.

Außerdem stehen nun alle Veranstaltungsorte fest, die am Marktplatz und im Scheunenviertel von Kremmen liegen. Für junge Menschen ab 14 Jahren haben wir einen Workshop mit Temye Tesfu zum Thema Poetry Slam geplant, der am 5. Mai in Oranienburg stattfinden wird. Den Teilnehmer*innen bietet der Poetry Slam am Samstagnachmittag die Möglichkeit ihre eigenen Texte zu präsentieren, die Bühne steht aber auch anderen Slammer*innen zur Verfügung (bei Interesse gerne per Mail bei uns melden). 

 

Jetzt geht es darum das kulturelle Festival zu bewerben, wofür wir einen Flyer entworfen haben, auf Facebook über alle Neuigkeiten informieren und auch vor Ort Präsenz zeigen werden. Neben dem Studium ist für uns also viel zu tun und die Spannung steigt. Wird alles funktionieren, werden überhaupt Besucher*innen kommen? Wir geben auf jeden Fall alles, um ein tolles Wochenende voller Begegnungen zu schaffen.

Dreierlei Begegnung – Projekteam

Ausstellungsprojekt zu Hoffmann v. Fallersleben

Seine Lieder hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Sein Name hingegen ist wohl weitgehend unbekannt. Es geht um Hoffmann von Fallersleben. Aus der Feder des Komponisten stammen bekannten Kinderlieder wie beispielsweise „Der Kuckuck und der Esel“, „Alle Vöglein sind schon da“ und „Der Frühling hat sich eingestellt“.

Um die Person Hoffmann von Fallersleben und einige ausgewählte Werke geht es in dem zweiten Projekt, für das wir in diesem Jahr eine Partnerschaft übernommen haben. Anna und Jacob (beide  5. Semester) gestalten eine interaktive Ausstellung für Kinder im Grundschulalter. Dabei werden die acht Kinderlieder “Der Frühling hat sich eingestellt“, „Der Kuckuck und der Esel“, „Ein Männlein steht im Walde“, „Summ, Summ, Summ“, „Kuckuck, Kuckuck rufts aus dem Walde“, „Alle Vöglein sind schon da“, „Wer hat die schönsten Schäfchen“ und „Abend wird es wieder“ in der Ausstellung erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung soll noch in diesem Frühjahr in der Grundschule Cambs (Mecklenburg) realisiert werden. Wir halten euch also auf dem Laufenden!

Ein Projekt, das Begegnung schafft

Kommen - Gehen - Bleiben

In 2018 haben wir eine  Projektkooperation mit dem Projektteam von „Dreierlei Begegnungen – Kommen. Gehen. Bleiben.“ vereinbart. Das Team besteht aus Charleen, Henrike, Elena und Annabel. Alle studieren Kulturarbeit im 3. Semester. Wir konnten ihnen ein paar Fragen zu ihrem Projekt stellen.

Worum geht es bei eurem Projekt?
Bei „Dreierlei Begegnungen – Kommen. Gehen. Bleiben.“ handelt es sich um eine Art Kulturfestival, das am letzten Mai-Wochenende (25.-27.5) mit unterschiedlichen Veranstaltungen in der Kleinstadt Kemmen (Oberhavel) stattfinden wird. Mit vier verschiedenen Kunstgattungen – Film, Literatur, Musik und Fotografie – soll ein kreatives Programm für und mit den Bewohner*innen in der Region geschaffen werden.
Anfangen werden wir mit dem Thema ‚Bleiben‘ im Rahmen einer Kunst-/Fotoausstellung mit den Geflüchteten und alteingessesenen Bewohner*innen Kremmens. Die Ausstellung soll Einzelportraits der Kremmener*innen zeigen, unterstützt durch Interviews mit denselben Fragen zur individuellen Bedeutung von ‚Bleiben‘, zur persönlichen Geschichte und zu Interessen. Verbunden und begleitet wird die Erföffnung mit musikalischen Acts.
Zum Thema ‚Gehen‘ wird ein Poetry Slam mit den Judenlichen vor Ort stattfinden. Sie werden  vorher dazu einen Workshop zum kreativen Schreiben angeboten bekommen. Außerdem wird es eine themenbezogene Lesung von einem/einer regionalem/regionaler Autor/in geben.
‚Kommen‘ wird durch die Kunstform Film aufgearbeitet. Ein Langfilm, sowie Kurzfilme sollen das Thema visualisieren und eine lockere Atmosphäre für anschließend aufkommende Geschichten und Anekdoten über Kremmen oder die Thematik schaffen.
Die Programmpunkte sind über das Wochenende verteilt und durchmischt.

Wie seid ihr auf die Idee zu dem Projekt gekommen?
Uns hat speziell die Kulturarbeit im ländlichen Raum interessiert, da wir zum einen dem Überangebot Berlins entkommen wollten und gleichzeitig auch eine neue Herausforderung wagen. Uns wurde viel berichtet, wie schwierig es ist, von außen in eine ländliche Region zu kommen und dort ein Projekt umzusetzen. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Kremmener*innen immer ganz nah und mit dabei sind.

Wieso habt ihr euch für das Thema „Kommen – Gehen – Bleiben“ entschieden?
In Bewegung sein – von einem Ort zu kommen, zu einem anderen Ort zu gehen und vielleicht dort zu bleiben sind Prozesse, die uns heute alle betreffen. Abwanderung und Zuwanderung sind dabei nur zwei Themen, die mit diesen Verben in Verbindung gebracht werden können. Mit unserem Projekt möchten wir weitere Interpretationen und Assoziationen der Beteiligten in einem eigenen Rahmen umsetzen und darstellen.

Was möchtet ihr mit dem Projekt erreichen?
Die Freude der Menschen über das Kulturangebot ist ebenso ein Anreiz das Projekt umzusetzen, wie auch der persönliche Kontakt zu den Bewohner*innen, welchen wir uns wünschen würden. Das Ziel ist es, mit ihnen durch dieses kleine Kulturfestival ins Gespräch zu kommen. Wir wollen den Dialog zwischen den Menschen vor Ort fördern, um neue Begegnungen zu schaffen.

Das Projektteam von Dreierlei Begegnung. (v.l.n.r. Charleen, Elena, Henrike, Annabel)

WAS NUR MIR GEHÖRT feierte erfolgreich Premiere

Am 26. Mai hat die Theaterinstallation WAS NUR MIR GEHÖRT. des feministischen Kollektiv bite my tongue im ausverkauften Kesselhaus Lichtenberg Premiere gefeiert!

Noch zwei Mal gibt es die Gelegenheit dem Spektakel beizuwohnen. Die nächsten Vorführungen sind am Montag, den 19. Juni und Dienstag, den 20. Juni. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten kosten 5 Euro bzw. 9 Euro und können via info@bitemytongue.de vorbestellt werden.

Was nur mir gehört

Das feministische Kollektiv bite my tongue realisiert unter der Trägerschaft von Facetten der Kulturarbeit e.V. eine intermediale Theaterinstallation. Jetzt stehen die Aufführungstermine von „WAS NUR MIR GEHÖRT.“ fest.

Am Freitag, dem 26. Mai 2017 um 20 Uhr findet die Premiere der Theaterinstallation „WAS NUR MIR GEHÖRT.“ im Museum Kesselhaus Herzberge in Berlin-Lichtenberg statt. Es folgen insgesamt vier weitere Spieltermine am 27.+28 Mai und am 19.+20. Juni. Die intermediale Theaterinstallation verhandelt den Themenkomplex Liebe – Macht – Freiheit anhand einer Adaption von Henrik Ibsens Figur der Ellida aus „Die Frau vom Meer“.

„Meine Haut ist doppelt. Wenn ich sie abstreife ist dort noch eine weitere, die menschliche. Sie tut mir weh. Wenn du mich anfasst tut das weh. Fass mich nicht an// fass mich jetzt bitte bitte an.“

Das Künstler*innenkollektiv bite my tongue untersucht in „WAS NUR MIR GEHÖRT.“ verschiedene Konzeptionen von romantischen Beziehungen in Hinblick auf die ihnen inhärenten Machtstrukturen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit dem Körper: Der Körper als das Ureigene, das immer wieder in Besitz genommen wird. Im Mittelpunkt steht Ellida, die seit 150 Jahren auf einem Erdhügel haust und den Besucher*innen von ihrem vielbewegten Leben erzählt. Gefangen in einer Zwischenwelt ist sie dazu gezwungen, das Gewesene immer wieder zu reflektieren. Das Publikum folgt den Geistern aus Elllidas Vergangenheit durch das Kesselhaus und erlebt ein Wechselspiel zwischen Ellida und mehreren, sie kommentierenden Videoinstallationen. Der Theaterraum wird begehbar wie eine Ausstellung. Die Überlagerung von Video, Sound und Schauspiel fordert die Zuschauer*innen heraus und verlangt eine ständige Entscheidung von ihnen ab.


Informationen zu den Aufführungen:

  • 26. Mai / 27. Mai / 28. Mai / 19. Juni / 20. Juni // 20:00 Uhr
  • Museum Kesselhaus Herzberge, Herzbergstraße 79 (Haus 29), 10365 Berlin-Lichtenberg
  • 9 Euro, 5 Euro (ermäßigt); Reservierungen unter: info[at]bitemytongue.de

 

Neue Projektträgerschaft: Was nur mir gehört

Mit einer Förderzusage in der Tasche können wir nun heute frohen Mutes unser nächstes Projekt bekannt geben:
WAS NUR MIR GEHÖRT wird eine interdisziplinäre Theaterinstallation, in der Fragen nach Besitzansprüchen innerhalb von zwischenmenschlichen Beziehungen nachgegangen wird. Über Näheres werden wir nach und nach berichten.

Auf dem Foto sind zu sehen die Projektinitiatorinnen Stefanie, Pauline und Johanna sowie Tillmann aus dem Vereinsvorstand.

Damit begleiten wir erstmalig ein Alumniprojekt! =)
Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit!
 

Raumblühen präsentiert Projektdokumentation

Das Projekt Raumblühen belebt an drei Wochenenden einen leerstehenden Laden und einen angrenzenden Platz in Wittenberge. Dabei haben es die 5 angebenden Kulturarbeiter*innen geschafft viele unterschiedliche Menschen für ihr Projekt zu mobilisieren und zu begeistern.

Jetzt präsentieren sie ihre gedruckte Projektbroschüre, die wirklich sehr schick geworden ist. Hier könnt ihr sie einsehen:

Projektbericht Raumblühen