Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit

Wie gelingt es, einen Rahmen in der Arbeitswelt der Kultur zu schaffen, in dem auch offen über psychische Gesundheit gesprochen werden kann und sie aktiv geschützt wird?

Was kann ich als Kulturarbeiter*in konkret tun und wie können Kulturbetriebe aktiv werden?

Diesen und vielen anderen Fragen möchten wir in unserer vierteiligen Veranstaltungsreihe Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit nachgehen. Gemeinsam mit unseren Teilnehmenden wollen wir uns Inhalte und Informationen von Expert*innen einholen, um uns mit dem Thema vertraut zu machen und unser Wissen zu erweitern.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Sensibilisierung für das Thema Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit insgesamt sowie die Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit.

Am Mittwoch, den 31.03.2021 um 18.30 Uhr, starten wir mit einer allgemeinen Einführung in das Thema Psychische Gesundheit. Die Durchführung der Veranstaltung wird von unserem Kooperationspartner Mental Health Crowd übernommen.

Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Veranstaltungen findet Ihr am Ende des Beitrags.  

Alle vier Termine werden online stattfinden.


TEILNAHME:

Anmelden könnt Ihr euch wie gewohnt per Mail: vorstand@facettenderkulturarbeit.de
Ihr könnt Euch sowohl zum jeweiligen Termin einer Veranstaltung anmelden als auch direkt für die gesamte Reihe. Die einzelnen Termine werden jeweils ein bis zwei Wochen vorher bekannt gegeben.

Alle Vereinsmitglieder können an allen vier Terminen der Veranstaltungsreihe kostenlos teilnehmen.

Alle Nicht-Vereinsmitglieder bitten wir um eine einmalige Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro, um an allen vier Veranstaltungsterminen teilnehmen zu können. Wir möchten unsere Vortragsrednerinnen im Rahmen unserer Möglichkeiten fair bezahlen und sind deswegen auf eine kleine Teilnahmegebühr angewiesen. Unser Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge, weshalb es bei so einer Veranstaltungsreihe leider nicht ohne Gebühr geht. Wir hoffen auf Euer Verständnis!

Der Ablauf ist wie folgt: Ihr meldet Euch per Mail bei uns an und wir senden Euch einen Zahlungslink, mit dem ihr die Teilnahmegebühr in Höhe von 5 Euro via Paypal bezahlen könnt. War die Zahlung erfolgreich, senden wir Euch zu allen Terminen den Link zur Veranstaltung zu.

Alle, die Nicht-Vereinsmitglieder sind und die Teilnahmegebühr aus finanziellen Gründen nicht zahlen können, können sich sehr gerne dennoch per Mail bei uns anmelden und uns kurz Bescheid geben.

Wir freuen uns auf Euch!


Überblick: Ich muss erstmal gar nichts! – Psychische Gesundheit in der Kulturarbeit

1. Mentale… was? – Einführung in den Begriff der psychischen Gesundheit

Was meinen wir, wenn wir über Psychische Gesundheit sprechen? Und welche Rolle spielt dieser Begriff an unserem Arbeitsplatz? Im ersten Teil unserer Reihe möchten wir eine allgemeine Einführung in das Thema psychische Gesundheit geben und klären, durch welche inneren und äußeren Faktoren sie beeinflusst wird. Des Weiteren soll gezeigt werden, in welcher Beziehung unsere alltägliche Erwerbsarbeit zu unserem mentalen Wohlbefinden steht und auch welche Probleme hierdurch entstehen, beispielsweise wenn die natürliche Grenze zwischen Freizeit und Arbeit durch Homeoffice verschwindet.

2. Selbstverwirklichung! Oder doch Selbstausbeutung? –
Die Kulturarbeit im Fokus der psychischen Gesundheit

Permanente Arbeitsüberlastung, prekäre Arbeitsverhältnisse, Planungsunsicherheit und Perspektivlosigkeit. So werden die Arbeitsbedingungen der Kulturbranche von der Autorin Anette Schmidt im Deutschlandfunk Kultur zusammengefasst. In der Tat ist die Kulturarbeit nicht gerade für ihre faire Bezahlung, geschweige denn für ihre geringe Arbeitsbelastung bekannt. Doch viele Beschäftigte gehen jedes Jahr erneut Bedingungen dieser Art ein, um inhaltlich einigermaßen befriedigende Arbeit leisten zu können und dem Traum der Selbstverwirklichung näher zu kommen. Doch um welchen Preis? Im zweiten Teil unserer Veranstaltungsreihe-Reihe soll die Kulturarbeit als Arbeitsfeld stärker in den Blick genommen werden. Wie wirken sich prekäre Arbeitsverhältnisse auf die Psyche der Beschäftigten aus? Welche Langzeitfolgen haben Perspektivlosigkeit und Planungsunsicherheit auf das mentale Wohlbefinden? Gibt es Initiativen, die sich für die Sichtbarmachung dieser Probleme einsetzen?

3. Ein Klima der Offenheit. – Psychische Gesundheit in der Makroperspektive

Was können Projekte, Vereine oder Unternehmen der Kulturarbeit tun, um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern? Wie kann ein Arbeitsklima geschaffen werden, dass das Gespräch über mentales Wohlbefinden und psychische Erkrankungen ermöglicht? Welches Umdenken ist in unser Arbeitsorganisation nötig? Und warum ist es für ein Team oder Unternehmen überhaupt erstrebenswert, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?

Im dritten Teil unserer Reihe möchten wir erörtern, wie die Gestaltung von Arbeitsausaufgaben, Pausen oder der Organisationskultur einen aktiven Beitrag zur psychischen Gesundheit eines jeden Einzelnen beitragen kann. Anhand von praktischen Beispielen und der Vorstellung von erprobten Strategien sollen Wege eines konstruktiven Umgangs mit dem Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz aufgezeigt werden.

4. Signale erkennen, Grenzen setzen, Stress managen – Psychische Gesundheit in der Mikroperspektive

Im letzten Teil unserer Reihe soll es vor allem um die individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen psychischen Wohlbefinden am Arbeitsplatz gehen. Anhand der Vorstellung einzelner Methoden soll die eigene derzeitige psychische Gesundheit betrachtet und analysiert werden. Welche Auslöser, Signale und Verstärker der Überbelastung gibt es? Wie erkenne ich diese? Und was tun, wenn alle Lämpchen rot leuchten? Daran anschließend sollen verschiedene Ansätze zum Umgang mit Stress, Überbelastung und Überforderung aufgezeigt werden. Wie kommuniziere ich meinem Team, dass ich überarbeitet bin? Was tue ich, wenn es auf meiner Arbeit keinen Raum für solche Gespräche gibt? Wie lerne ich Grenzen zu setzen und Aufgaben abzugeben? Und an wen wende ich mich, wenn gar nichts mehr geht?